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Der Blick auf die Uhr nervt – wenn man doch nicht weiß, ob der Bus jetzt früher kam oder die übliche Verspätung aufweist. Und die Anzeigen wechseln ja scheinbar auch je nach Temperatur. Die Erreichbarkeit jedes Stadtwinkels steht auf dem Spiel und dafür benötigt eine Kleinstadt das Wirken des Spielers.
Spielinfos
- Nahverkehrs-Manager 2012
- Plattformen: Windows 7, Vista, XP
- PC Release: 28.06.2012
- Altersfreigabe: keine Altersbeschränkung
- Entwickler: astragon
- Herausgeber: astragon
Story
Um die virtuellen Fahrgäste nicht so lange warten zu lassen, wie der Spieler es im wahren Leben wohl des Öfteren erleben muss, kann er sich in der Verbesserung der Infrastruktur der Verkehrsbetriebe probieren. Somit ändert sich dieses Problem, wenn nun der Spieler über die Fahrten von Bus, Bahn und anderen Kraftfahrzeugen bestimmt. Doch bevor diese großen Konzepte angegangen werden können, muss sich der Gamer natürlich erst einmal klein versuchen. Und dies schafft er mit dem infrastrukturellen Ausbau einer Kleinstadt. Dabei wird der Spieler sein Budget immer wieder durch Einnahmen aus Taxifahrten, dem Fahrradverleih oder dem Ticketverkauf aufstocken müssen. Er schafft sich somit eine gute Ausgangslage für spätere Investitionen, die einer gewissen Rücklage benötigen oder die er einfach nur durch einen großen Finanzposten für das gesamte Personal aufbringen muss. Mit guten Resultaten wird die Stadt automatisch wachsen und eine Menge neuer Herausforderungen stellen. Denn nach dem innerstädtischen Ausbau sollten die Verbindungen in die Ferne eingerichtet werden. Und dies schafft der Zocker nun mal am besten mit Autobahnen. Die Planung kann demzufolge jetzt beginnen.
Gameplay
Am Anfang scheint alles schwer und unlösbar. Doch wenn der Spieler mit seinen kleinen Schritten die Kleinstadt, zu Beginn seiner Arbeit, mit einem simplen Fahrradweg entlastet, ist die erste Freude der Einwohner schon geschaffen. Und dies muss er jetzt nur zu einem funktionierenden Fahrradwegenetz ausbauen. Damit dies nicht die einzelne Aufgabe bleibt, gesellt sich schnell die Nachfrage nach einem Personentransportdienst hinzu. Um ganz schnell zu einem wichtigen Termin, vielleicht sogar einem Date, zu gelangen, ist jetzt ein Taxi genau das richtige Fortbewegungsmittel.
Aber ein Taxistand ist nur am Anfang dieser Mission eine ausreichende Alternative zum Fußmarsch. Ein ausgeklügeltes System muss nun her. Und hier ist ein ganz wesentlicher Punkt des Spiels aufgeführt. Aus einer prima Idee muss der Spieler nun eine Vernetzung und ein sich unterstützendes Leitsystem erschaffen. Damit in dieser aufkeimenden Stadt eine richtige Oase zum Leben erweckt wird, müssen die einzelnen Stadtteile nun mit Bus- und Bahnlinien verbunden werden. Natürlich sollte dies der Manager ökonomisch angehen, sodass verschiedene Linien nicht fast dieselbe Strecke abfahren, aber an bestimmten Knotenpunkten auch wieder zueinanderfinden. Um keine Staus zu produzieren, ist ein durchdachtes Notwegenetz ein hilfreicher Faktor. So können die Fahrgäste mittels der Umwege dennoch an ihr Ziel befördert werden.
Des Weiteren tragen weit verbreitete Parkmöglichkeiten zur Entlastung des Innenverkehrs bei. Die Gäste stellen dann lieber ihre PKWs ab und nutzen die Verkehrsbetriebe des Spielers. Zudem greift der Gamer auch auf die Ampelschaltungen ein. So kann er lange Grünphasen für besonders frequentierte Richtungen einrichten und auf das Verkehrsaufkommen reagieren. Besondere Areale wie Parkanlagen oder große Häuserkomplexe können zudem mit einer U-Bahn-Linie weiterhin intakt gehalten werden. Der Spieler kann nahezu ewig in diesem Endlosspiel verharren, sich aber auch dem Missionsmodus widmen. Hierbei werden ganz spezielle Aufgaben gestellt, die vor allem mit einem fast leeren Finanzsäckel angegangen oder durch die im Nacken sitzende Zeit realisiert werden müssen. Im Editor darf sich der Städteplaner austoben und sich seine schwierigen Fälle selber schaffen. Mal sehen, ob er sie selbst lösen kann oder ob dies nur durch einen Austausch mit anderen Spielern im Internet zum Erfolg führt.
Langzeitmotivation
Die elementare Motivation wird durch einen steten Verbesserungsdrang geschaffen. Dabei kann sich der Gamer in abwechslungsreiche Aufgaben stürzen, sodass er bei manchem Misslingen zu einem erneuten Spielen angeregt wird. Dies wird auch durch den individuellen Einsatz seiner Möglichkeiten forciert. Denn in diesem Game gibt es nicht einen richtigen Weg, sondern eine Kausalkette, die allerdings dann auch schon im Vorhinein etwas geplant werden darf. Der Anreiz einer sich vergrößernden Stadt – und dies nur durch den Magneten des Nahverkehrsluxus, den der Spieler initiiert hat – wirkt unheimlich belebend auf das Spiel.
Fazit
Anstatt auf die dauernden Wartezeiten des Nahverkehrs zu schimpfen, kann hier, wenn der Gamer aufzeigt, wie vernetzt und umsichtig seine Lösungswege für dieses omnipräsente Problem sind, direkt die passende Antwort zurechtgelegt werden.
- Betriebssystem: Windows XP / Vista / 7
- Prozessor: mit 2.2 GHz
- Arbeitsspeicher: 2 GB RAM
- Grafikkarte: 128 MB VRAM
- Festplatte: 800 MB frei
- Sonstiges: DirectX 9.0c








